
Friedrich von Bodelschwingh
Friedrich von Bodelschwingh wurde am 6.März 1831 in Tecklenburg geboren. Er erhielt eine landwirtschaftliche Ausbildung und arbeitete von 1851 bis 1854 als Gutsverwalter in Gramenz/Pommern (heute Polen).
1854 entschloss sich Bodelschwingh, Theologie in Basel zu studieren. Nach seinem Abschlussexamen im Jahre 1858 ging er zunächst als Hilfsprediger, dann als Pfarrer an die deutsche Kirche in Paris, wo er sich den armen deutschen Arbeiterfamilien fürsorglich annahm.
1861 heiratete Bodelschwingh seine Cousine Ida. Aus dieser Ehe gingen acht Kinder hervor, von denen vier an Diphterie verstarben.
Von 1864 bis 1872 war Bodelschwingh Pfarrer in der kleinen westfälischen Gemeinde Dellwig, und im Deutschen Krieg von 1866 sowie im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wirkte er als Feldprediger.
1872 wurde er Leiter der „Rheinisch-Westfälischen Anstalt für Epileptische“ in Bielefeld, die er in den folgenden Jahren zu einer „Stadt der Barmherzigkeit“ (Bethel) erweiterte.
Die Von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel wurden nach dem Tode Bodelschwinghs am 2. April 1910 von seinem gleichnamigen Sohn erfolgreich fortgeführt.