Schulsozialarbeit

Christiane Heuser


Tel.   0 23 82 – 80 53 61
Fax    0 23 82 – 83 227

Email  heuserc@bodelschwinghschule-ahlen.de


Christiane Heuser ist seit dem Jahr 2003
als Schulsozialarbeiterin
an der Bodelschwinghschule Ahlen tätig.

 

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Stabsstelle der Schulleitung
  • Berufswahlkoordinatorin gemeinsam mit einer Lehrerin
  • Beratung für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkäfte
  • Organisation und Koordination von Projekten aller Art
  • Moderation der Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe
  • Sozialpädagogische (Gruppen-)Arbeit
  • Gremienarbeit
  • Qualitätsdialog, Dokumentation und Evaluation
  • Betreuung von PraktikantInnen und Studierenden der  Fachhochschulen im Fachbereich "Soziale Arbeit"

Schulsozialarbeit

1. Handlungsgrundlagen

  • Grundlage der Tätigkeit der Schulsozialarbeiterin an der Bodelschwinghschule ist der Beschluss der Landesregierung, an Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen sozialpädagogische Fachkräfte zu beschäftigen. Die Schulsozialarbeiterin ist seit dem 15.09.2003 – zunächst befristet für drei Jahre, jetzt unbefristet – an der Bodelschwinghschule in Vollzeit tätig. Stelleninhaberin ist Frau Christiane Heuser (Dipl.-Sozialarbeiterin, Fortbildung „Organisation und Management in sozialen Einrichtungen“)

2. Definition

  • Schulsozialarbeit schließt alle Aktivitäten ein, „die dazu geeignet sind, Konflikte und Diskrepanzen bei SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen auf der Grundlage adäquater Methoden der Sozialarbeit (bzw. Sozialpädagogik) innerhalb der Schule oder auf die Schule bezogen abzubauen. So kann die unterrichtliche, soziale und psychische Situation der genannten Personengruppen verbessert werden. Die gewählten Aktivitäten sollten gleichzeitig zu einer Öffnung der Schule nach innen und außen beitragen und eine soziale Verbesserung des Schullebens erwirken. Eine Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen und privaten Einrichtungen, die in diesem Bereich arbeiten, ist unabdingbar". (Wulfers 1996)

3. Ziel

  • Schulsozialarbeit ergänzt die veränderte gesellschaftliche Erziehungsverantwortung der Schule durch einen weiteren Blickwinkel und gestaltet das Arbeitsfeld in einer konstruktiven Kooperation zwischen Schulleitung, Lehrerschaft, Schülerinnen und Schüler und deren Eltern.

4. Aufgaben

  • Das Aufgabenspektrum ergibt sich aus den Erlassen der Landesregierung, den ermittelten Bedarfen der Bodelschwinghschule und den persönlichen Kompetenzen der Stelleninhaberin.

5. Arbeitsschwerpunkte der Stelleninhaberin

  • Die Stelleninhaberin ist Diplom-Sozialarbeiterin und füllt die Stelle in folgender Weise aus:

5.1 „Stabsstelle“ der Schulleitung
Die Schulsozialarbeiterin unterstützt die Schulleitung der Bodelschwinghschule als „Stabsstelle“ in sozialpädagogischen Fragestellungen.

  • Sie berät die Schulleitung mit ihrem spezifischen Fachwissen und übernimmt Aufgaben in besonderen Schwerpunktbereichen auch in der Schulorganisation.
  • Sie wirkt bei der Entwicklung von Förderprogrammen mit.
  • Sie entwickelt und organisiert  Projekte im sozialpädagogischen und künstlerisch-kulturellen Bereich und akquiriert Fördermittel von externern Finanzgebern.
  • Sie ist innerhalb der Schule verantwortlich für die Erstellung von Verwendungsnachweisen für die Finanzgeber und verwaltet die Budgets.
  • Sie kooperiert mit externen Partnern, Bildungsträgern, Arbeitgebern und Institutionen im Rahmen der Öffnung von Schule. (Sozialraumorientierung).
  • In Absprache mit der Schulleitung vertritt sie die Schule nach außen.
  • Sie fertigt Presseberichte und –einladungen und pflegt Kontakte mit der lokalen Presse im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Sie führt die Pressemappe der Schule.
  • Sie leitet PraktikantInnen der Hochschulen im Bereich Sozialarbeit/Sozialpädagogik an.
  • Sie beschreibt das Konzept der Schulsozialarbeit  im Rahmen des Schulprogramms.
  • Sie arbeitet in der Steuergruppe "Schulprogramm" mit.

5.2 Berufswahlkoordinatorin gemeinsam mit einer Lehrerin
Mit Beschluss der Schulleitung/Lehrerkonferenz wurde die Schulsozialarbeiterin gemeinsam mit der Lehrerin Frau Norda als Berufswahlkoordinatorin eingesetzt.

  • Die Schulsozialarbeiterin entwickelt in dieser Funktion Konzepte im Rahmen der Berufswahlvorbereitung der Schülerinnen und Schüler für die Bodelschwinghschule.
  •  Sie beantragt Projekte bei externen Geldgebern und akquiriert Finanzmittel und Personalressourcen für die Schule.
  • Sie ist innerhalb der Schule verantwortlich für die Erstellung von Verwendungsnachweisen für die Finanzgeber und verwaltet die Budgets für die Projekte.
  •  Sie organisiert die Schülerbetriebspraktika in den Klassen 9 – 10 gemeinsam mit den Klassenlehrkräften.
  • Sie organisiert das einwöchige Schnupperpraktikum in der Klasse 8 gemeinsam mit den Klassenlehrkräften.
  • Sie organisiert berufsorientierende Maßnahmen in den Klassen 8 bis 10.
  • Sie kooperiert mit der Arbeitsagentur, den Berufskollegs, den Bildungsträgern in Ahlen, den Handwerks- und Industrieverbänden und weiteren Institutionen.
  • Sie koordiniert in Abstimmung mit den Lehrkräften fächerübergreifenden und projektorientierten Unterricht bezogen auf Lebensplanung und Berufsorientierung.
  •  Sie organisiert Projekt(tag)e zur Lebensplanung und Berufsorientierung für Mädchen und Jungen.
  • Sie organisiert Trainings und Projekttage zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen.
  • Sie berät Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern im Rahmen der Laufbahnberatung im Übergang S I nach S II mit in Zusammenarbeit mit den LehrerInnen.
  • Sie pflegt Kontakte zu den Ahlener Betrieben, um Praktikums- und Ausbildungsstellen zu akquirieren.
  • Sie berät Schülerinnen und Schüler in der Berufswahlvorbereitung und bereitet sie auf Bewerbungen und Vorstellungsgespräche vor.
  • Sie leitet Informationen zur Berufswahl an Klassenlehrerinnen bzw. -lehrer und Schülerinnen bzw. Schüler weiter.
  • Sie stellt eine Sammlung von Schriften zur Berufswahl zusammen.
  • Sie richtet eine Datenbank/Kartei mit Betrieben ein, die Praktikumsstellen zur Verfügung stellen.

5.3 Beratung für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte

  • Die Schulsozialarbeiterin ist eine Anlaufstelle  für Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern bei unterschiedlichen Fragestellungen: Berufswahl, Konflikte im Elternhaus und in der Schule, Leistungsanforderungen, Migration, Pubertät, Streit unter Schülern, Ausgrenzung, Freizeitgestaltung,  Perspektivlosigkeit nach der Schule im Rahmen der lebenslageorientierten Beratung, usw.
  • Sie interveniert in Krisen bei herausfordernden Schülerinnen und Schülern in enger Abstimmung mit den Klassenlehrkräften und der Schulleitung.
  • Sie leistet konstruktive Hilfe und entwickelt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern  Bewältigungsstrategien.
  • Sie bietet sich als Mediatorin bei Konflikten in der Schule an.
  • Sie berät  Eltern und Erziehungsberechtigte bei Erziehungsfragen.
  • Sie berät  Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen der kollegialen Beratung und Intervision.
  • Sie beantragt Finanzmittel aus Spendengeldern, damit die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an Klassen- bzw. Jahrgangsfahrten gesichert werden kann.
  • Sie leitet Informationsmaterial über Hilfemöglichkeiten in der Jugendhilfe an Klassenlehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und deren Eltern weiter.

5.4 Moderation der Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe

  • Die Schulsozialarbeiterin koordiniert das Beratungsgremium in der Schule bei notwendigen Hilfemaßnahmen zwischen Jugendamt und Schule.
  • Sie verfasst Schul- und Sozialberichte über Schülerinnen und Schüler in enger Abstimmung mit den Klassenlehrkräften.
  • Sie koordiniert und vermittelt sozialpädagogische Hilfemaßnahmen des Jugendamtes und anderer Fach- und Beratungsstellen.
  • Sie kennt die Ahlener Infrastruktur im Bereich der sozialen Arbeit und pflegt Kontakte mit den entsprechenden Fachdiensten der Jugendhilfe in Ahlen.

5.5 Sozialpädagogische (Gruppen-) Arbeit

  • Die Schulsozialarbeiterin koordiniert Angebote außerschulischer Partner zu Präventionsthemen, z.B. Sucht, Gewalt, Sozialtraining in Kooperation mit Lehrkräften, u.a.
  • Sie organisiert  Projekttage mit externen Honorarkräften bzw. Trägern der Jugendhilfe.
  • Sie akquiriert Finanzmittel und organisiert die Durchführung von Gruppen mit externen Honorarkräften im künstlerisch-kulturellen Bereich (Theater/Film/Musik) und im Sport (Sporthelferausbildung, Fußballgruppen).
  • Sie koordiniert freizeitpädagogische Angebote während der Pausen im Schülertreff (SV-Kiosk) bzw. im Schulpavillon (hier in Abstimmung mit der Mobilen Jugendarbeit des Jugendamtes der Stadt Ahlen).
  • Sie begleitet Klassenlehrkräfte bei Klassenfahrten

5.6 Gremienarbeit

  • Die Schulsozialarbeiterin nimmt an Konferenzen und Gremien der Schule teil.
  • Sie ist Sprecherin des AK Schulsozialarbeit in Ahlen und entwickelt in dieser Funktion Strukturen innerhalb und außerhalb der Schule zur inhaltlichen und organisatorischen Fortentwicklung der Kooperation zwischen Schule und kommunaler Jugendhilfe.
  • Sie wirkt aktiv im AK Schulsozialarbeit an Hauptschulen im Kreis Warendorf mit und entwickelt gemeinsam mit den KollegInnen das sozialpädagogische Konzept der Schulsozialarbeit an Hauptschulen im Kreis Warendorf.
  • Sie ist in die kommunale LOS-Begleitgruppe (Lokales Kapital für soziale Zwecke) als Vertreterin der Zielgruppe „Unversorgte LehrstellenbewerberInnen“ berufen worden.
  • Sie nimmt an Facharbeitskreisen teil (Lenkungsgruppe Integration, Gewaltprävention, Suchtprävention, u.a.).

5.7 Qualitätsdialog, Dokumentation und Evaluation
Regelmäßig findet eine „sozialpädagogische Dienstbesprechung“ zur  Zielsteuerung zwischen der Schulleitung und der Schulsozialarbeiterin statt.

  • Die Schulsozialarbeiterin evaluiert und dokumentiert ihre Handlungsfelder regelmäßig.
  • Sie dokumentiert die Beratungseinzelfälle EDV-gestützt.
  •  Sie dokumentiert und protokolliert Beratungsgespräche bei Kriseninterventionen und im Rahmen des Beratungsgremiums.
  • Sie dokumentiert und evaluiert die bewilligten Projekte.
  • Sie befragt Schülerinnen und Schüler mit Schülerfeedback-Fragebögen im Rahmen der akquirierten Projekte.
  • Sie entwickelt Formulare zur Verwendung für die Lehrkräfte und standardisiert so die Vorgehensweise in der Beratung von Schülerinnen und Schülern.